Schupfnudeln Rezept — Schwäbisches Original mit Sauerkraut

Schupfnudeln heißen je nach Region Bubespitzle, Wargele, Bauchstecherla oder schlicht Fingernudeln. Egal wie sie heißen — sie sind die Grundlage der schwäbischen Resteküche. Hier kommt das Original-Schwaben-Rezept mit Sauerkraut, dazu zwei Varianten (gebraten salzig, süß mit Apfelmus).

⏱ Vorbereitung
25 Min
🔥 Garzeit
20 Min
👨‍🍳 Portionen
4 Portionen
🍽 Kategorie
Hauptspeise
🌍 Küche
Schwäbisch

Zutaten

  • 800 g mehligkochende Kartoffeln (am Vortag gekocht)
  • 200 g Mehl (Type 405)
  • 50 g Hartweizengrieß
  • 2 Eier (Größe M)
  • 1 TL Salz
  • Frische Muskatnuss
  • Butter oder Schmalz zum Braten
  • 500 g Sauerkraut (für die salzige Variante)
  • 200 ml Brühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 TL Kümmel

Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Vorbereitung: Kartoffeln vom Vortag schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Auf einem sauberen Geschirrtuch leicht abkühlen lassen.
  2. Teig kneten: Mehl, Grieß, Eier, Salz und etwas geriebene Muskatnuss zur Kartoffelmasse geben. Schnell zu einem geschmeidigen Teig kneten — nicht überarbeiten, sonst werden die Schupfnudeln zäh.
  3. Formen: Den Teig in 4 Portionen teilen, jede zu einer Rolle ca. 1,5 cm Durchmesser ausrollen. In ca. 4 cm lange Stücke schneiden. Jedes Stück zwischen den Handflächen zu kleinen Spindeln mit zugespitzten Enden formen.
  4. Kochen: In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Schupfnudeln portionsweise hineingeben, bis sie an der Oberfläche schwimmen (ca. 4-5 Minuten). Mit einem Schaumlöffel herausnehmen und kurz abtropfen lassen.
  5. Braten (salzige Variante): In einer großen Pfanne Butter oder Schmalz erhitzen. Schupfnudeln darin goldbraun braten. Mit Salz und frischem Pfeffer würzen.
  6. Sauerkraut zubereiten: Sauerkraut mit Brühe, Lorbeerblatt und Kümmel in einem Topf 20 Minuten köcheln lassen. Schupfnudeln und Sauerkraut auf Tellern anrichten und sofort servieren.
  7. Süße Variante: Schupfnudeln in Butter braten, mit Zucker und Zimt bestreuen, mit Apfelmus servieren — perfekt als Hauptspeise oder Süßspeise.

Schwaben-Tipps vom Profi

  • Kartoffeln müssen mindestens 12 Stunden alt sein — frische enthalten zu viel Wasser, der Teig wird kleistrig.
  • Wenn der Teig zu klebrig ist: noch etwas Mehl zugeben. Wenn zu trocken: einen Schluck Milch.
  • Schupfnudeln lassen sich am Vortag formen und im Kühlschrank zwischen Geschirrtüchern aufbewahren.
  • Geübte schwäbische Großmütter formen Schupfnudeln direkt aus der Hand — Anfänger nutzen lieber die Bord-Methode mit einer leichten Rolle.

Häufige Fragen

Was sind Schupfnudeln eigentlich?

Schupfnudeln (auch Bubespitzle, Wargele, Fingernudeln) sind eine schwäbisch-bayerische Spezialität aus Kartoffelteig, zu kleinen länglichen Spindeln geformt und in Butter goldbraun gebraten. Klassisch mit Sauerkraut, alternativ süß mit Apfelmus.

Warum heißen sie Bubespitzle?

Im südschwäbisch-bayerischen Raum wegen ihrer Form (Bub = kleiner Junge, Spitzle = Spitze). Andere Bezeichnungen: Bauchstecherle, Wargele, Fingernudeln, Bairische Nudeln.

Kann ich Schupfnudeln einfrieren?

Ja — am besten roh nach dem Formen. Auf einem mehlierten Blech vorfrieren, dann in Gefrierbeutel verpacken. Direkt aus dem Frost ins kochende Wasser geben (5-6 Minuten Garzeit).

Welche Kartoffelsorte ist optimal?

Mehligkochende Kartoffeln (z.B. Adretta, Bintje, Gunda). Festkochende Sorten ergeben zu kleistrigen Teig.


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Stand: Mai 2026. Teil unserer Schwaben-Rezept-Sammlung. Mit Recipe-Schema für Google Rich Results.